Neuer Webstandard für digitale Barrierefreiheit

Die WCAG 2.1 ergänzt die WCAG 2.0 um 17 neue Erfolgskriterien

Screenshot: Titelzeile der WCAG 2.1 Recommendation

An den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 wurde seit 2016 gearbeitet. Am letzten Dienstag wurden sie vom W3C endlich in den Status einer „recommendation“ erhoben. Die Änderungen umfassen gegenüber der Vorgängerversion – den WCAG 2.0 – im Wesentlichen 17 neue Erfolgskriterien. Ein Schwerpunkt ist dabei die Nutzung auf mobilen Geräten.

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European Accessibility Act

Ab dem 1. März 2018 wird wieder offiziell über die digitale Barrierefreiheit in der Wirtschaft verhandelt

Die Europaflagge im Wind, im Zentrum der Flagge steht EAA

Seit 2015 liegt ein Entwurf für den sogenannten European Accessibility Act (EAA) vor. Die offizielle deutsche Bezeichnung lautet Vorschlag für eine RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen. In diesem Richtlinienentwurf werden die Anforderungen der digitalen Barrierefreiheit an Unternehmen des öffentlichen Interesses beschrieben. Die Richtlinie wird die an öffentliche Stellen gerichtete Europäische Richtlinie 2102 ergänzen.

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WCAG 2.1 in Sicht

frontUP bei Accenture zu den neuen Accessibility Guidelines

Tomas Caspers und Jan Hellbusch

Im letzten Jahr am 19. Dezember lud mich Tomas Caspers ein, für Accenture Interactive ein VideoCast über die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 zu produzieren. So hat er mich mit seinem Mini abgeholt und wir fanden uns kurze Zeit später in den Räumlichkeiten seines Arbeitgebers. Das Ergebnis darf ich freundlicherweise hier veröffentlichen.

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Neues in ARIA 1.1 #6

Dialogfenster für Screenreader als modal kennzeichnen

Startseite 2bweb.de der Hintergrund ist ausgegraut, ein Modalfenster ist im Vordergrund

Im letzten Monat wurde ARIA 1.1 zusammen mit zahlreichen weiteren Vorgaben zur Barrierefreiheit als neuer Webstandard des W3C veröffentlicht. Eines der neuen Attribute, die damit eingeführt werden, ist aria-modal. Einen ausführlichen Artikel zum Einsatz dieses Attributs habe ich heute drüben bei den Webkrauts veröffentlicht.

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Inklusion through UX

Notizen zur Keynote auf dem World Usability Day 2017 in Leipzig

Veranstaltungsbild des World Usability Day in Leipzig; Veranstalter: IT Sonix, HTWK und DZB

Am 9. November war der diesjährige World Usability Day. Das übergeordnete Thema in 2017 war „Inclusion through UX“. Ich war eingeladen, auf der Veranstaltung in Leipzig die Keynote zu halten. Eine PDF mit den Folien kann hier heruntergeladen werden; nachfolgend stelle ich meine Notizen zum Vortrag bereit.

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Neues in ARIA 1.1 #5

Mit aria-owns die Hierarchie von Elementen anpassen

Eine Silhouette eines Kraken mit der Beschriftung aria-owns; An jedem Tentakel steht eine ID.

Manchmal sind Webseiten so aufgebaut, dass die Reihenfolge bzw. Hierarchie der Inhalte im Document Object Model (DOM) in Hilfsmitteln wie Screenreader nicht optimal genutzt werden können. Mit Accessible Rich Internet Applications (ARIA) kann die Hierarchie der Inhalte für Screenreader und andere Hilfsmittel in wenigen Schritten angepasst werden, ohne dass die Reihenfolge oder Hierarchie im DOM angepasst werden muss. Ist das Zukunftsmusik oder verfügen wir bereits über diese Technik?

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Screenreader für Webentwickler

Erste Schritte, um NVDA als Testtool einzurichten

Das NVDA-Icon über einem Fortschrittsbalken

Lohnt es sich für professionelle Webentwickler, in einen kommerziellen Screenreader zu investieren? Zunächst nicht, denn es gibt zahlreiche moderne kostenfreie Screenreader, die im Web gut funktionieren. Der Open-Source-Screenreader NVDA ist dabei ein Werkzeug, mit dem die Zugänglichkeit von Webseiten in Screenreadern überprüft werden kann.

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Neues in ARIA 1.1 #4

role=“application“ ist jetzt Teil der Dokumentenstruktur (und keine Region)

Das Wort Application gelegt mit Scrabble-Steinen in Spiegelschrift

Die Rolle „application“ wird viel zu oft auf Webseiten eingesetzt. Eigentlich gibt es kaum Fälle, in denen die Rolle berechtigt ist – bestimmte komplexe Anwendungen wie ein Editor oder Widgets, die nicht mit einem der zahlreichen widget roles aus Accessible Rich Internet Applications (ARIA) abgebildet werden können, kommen in Frage. Die Rolle „application“ schränkt in den meisten Fällen die Barrierefreiheit einer Anwendung sehr stark ein.

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Ausnahmen und Fristen

Nicht alle Inhalte müssen (bis 2018) nach der EU-Richtlinie 2102 barrierefrei werden

Die EU-Flagge mit der Beschriftung 2016/2102; rechts und links befindet sich jeweils ein löchriger Käse

Mit der Europäischen Richtlinie 2102 wird ab Dezember 2018 die Anwendung der EN 301 549 respektive der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 für alle öffentliche Stellen innerhalb der Europäischen Union verpflichtend sein. Die WCAG 2.0 sind grundsätzlich auf alle Inhaltsformen, Formate und Prozesse auf Webseiten und in mobilen Anwendungen anwendbar, auch wenn es vereinzelte Ausnahmen gibt. In der Europäischen Richtlinie werden weitere Inhaltsformen ausgenommen und für andere Inhalte gibt es längere Umsetzungsfristen.
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