Über die Gestaltung barrierefreier Webseiten gibt es wenige Bücher in deutscher Sprache. Eine gelungene Einführung in das Thema hat Ende 2013 Domingos de Oliveira veröffentlicht.
Autor: Jan Hellbusch
Neue Best-Practice Beispiele für barrierefreies Webdesign
Seit 2008 unterfüttert die Web Accessibility Initiative (WAI) des W3C die Webstandards zur Barrierefreiheit mit ausführlichen Erläuterungen und Beispielen. Die Dokumentation wird ungefähr einmal alle 1-2 Jahre aktualisiert und erweitert. Gestern war es dann wieder so weit: Die erläuternden Dokumente und die Best-Practice-Beispiele für die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 wurden auf einen neuen Stand gebracht.
Wer kennt sie nicht, die Icons und Auswahllisten, um die Schrift auf Webseiten zu vergrößern? Diese Widgets gibt es schon recht lange, und sie werden immer noch als Merkmal der Barrierefreiheit eingesetzt. Vor kurzem war ich beauftragt, die Entwicklung einer Website qualitätssichernd zu begleiten. Eine Kundenanforderung war es, einen solchen Style–Switcher im Layout der Seite zu integrieren. Das ist für mich Grund genug gewesen, meine Gedanken darüber aufzuschreiben.
Ein Buch, das monatelang auf meinem Nachttisch wartete, um gelesen zu werden, entpuppte sich als eine fesselnde Geschichte. Ich war wohl etwas voreingenommen, denn mir wurde gesagt, der Bestseller von Kathryn Stockett sei ein Frauenbuch. Ich habe an Liebesgeschichten gedacht; tatsächlich geht es in „The Help“ um Mut und Gerechtigkeit.
Es gibt Unruhe in der deutschen Blindenszene, weil der Screenreader Window Eyes seit Kurzem kostenlos angeboten wird. In Deutschland werden Hilfsmittel wie Screenreader i.d.R. durch einen Kostenträger finanziert, etwa durch das Integrationsamt oder den Rentenversicherungsträger bei Berufstätigen oder durch die Krankenkasse für die private Nutzung. Wenn Hilfsmittel kostenfrei sind, könnten die Kostenträger die Ansicht vertreten, sie müssen keine Leistungen gewähren – auch keine Schulung oder keinen Support.
Es ist schon fast ein halbes Jahr her, als ich mein neues Büro bezog, und ich bereue es nicht. Ich komme gerne hierher, meine Mitarbeiter und ich haben deutlich mehr Platz und auch die Umgebung bietet eine gute Infrastruktur. Das heißt, es gibt doch eine klitzekleine Sache, die die neue Location vermissen lässt.
Ein Screenreader – so deutet es der Name schon an – ist eine Software, die den Bildschirminhalt vorliest. Tatsächlich ist die Software wesentlich leistungsfähiger und bietet vor allem blinden Nutzern eine alternative Schnittstelle zum Computer – sowohl beim Lesen der Inhalte, Menüs und sonstigen Leisten als auch bei der Bedienung mit der Tastatur. Screenreader sind deutlich mehr als ein Vorleseprogramm und der Preis für eine solche Anwendung ist normalerweise beachtlich. Allerdings gibt es mittlerweile für fast alle Betriebssysteme kostenlose Alternativen.
Obwohl dieser Winter gar nicht einsetzen will, so ist der Winter die Jahreszeit, in der ich am meisten lese. Meine Hörbücher beziehe ich von der Westfälischen Blindenhörbücherei in Münster. In letzter Zeit habe ich einige Bücher von Jeffery Deaver zugeschickt bekommen und gelesen.
Als ich mir in letzten Frühjahr überlegte, ob ich mir einen Urlaub gönne, bin ich auf die Reiseagentur Tour de Sens in Stuttgart gestoßen. Ihr Konzept ist – einfach gesagt – Urlaub in verschiedenen Gegenden Europas für blinde und sehbehinderte Reisende anzubieten, aber auch für Sehende. Für jeden Blinden und für jeden Sehbehinderten mit Hilfebedarf muss auch ein sehender Reisender buchen. Dadurch gewährt die Agentur eine 1:1 Begleitung auf ihren Wander- und Kulturreisen.
Halbherzige Barrierefreiheit in Adobe Flash
Der Zugriff mit Screenreadern ist nur auf Windows-Systemen möglich
Adobe Flash kann grundsätzlich barrierefrei gestaltet werden. Die Anforderungen der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 lassen sich in weiten Teilen auch auf Flash anwenden. Ob es sich um Design, Textgestaltung oder Fehlerbehandlung geht, es spielt für die Barrierefreiheit oft keine Rolle, ob Webinhalte mit HTML oder Flash ausgespielt werden. In dynamischen Anwendungen müssen weitere Aspekte berücksichtigt werden, etwa die Tastaturbedienung. Sogar Multimedia kann wahlweise mit Flash barrierefrei angeboten werden – wenn davon abgesehen wird, dass Adobe Flash auf vielen Apple-Geräten nicht unterstützt wird.