Verblendung Rezension des ersten Teils der Millenium-Trilogie

Aufgeschlagenes Buch mit Schriftzug: Millenium Trilogie - Verblendung

Letztens, kurz bevor ich das nächste Buch in meinem Audible-Abonnement herunterladen sollte, empfahl eine Freundin die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson. Ich habe also den ersten Teil mit dem Titel „Verblendung“ gekauft und gelesen.

Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Bekommen habe ich einen durchaus lesenswerten Krimi, in der der Journalist Mikael Blomkvist einen Auftrag erhält, das Schicksal eines seit Jahrzehnten vermissten Mädchens aufzuklären. Zusammengefasst: Er schafft es, aber den Weg dorthin erreicht er teilweise mit etwas zu viel des guten Glücks. Dennoch ist es eine Geschichte, die alles andere als langweilig ist.

Aber etwas stört mich am Hörbuch. Es ist nicht der Schreibstil – der ist zwar einfach, aber dadurch erhält die Erzählung sein Momentum. Es ist auch nicht die Stimme des Sprechers, Dietmar Wunder – er hat eine angenehme Stimme. Es ist die Produktion selbst.

Das Hörbuch klingt wie eine Aufnahme, bei der die Spiellänge unbedingt gekürzt werden sollte. Zum einen sind keine noch so kleine Pausen zwischen Szenenwechsel; das fällt richtig auf und ich fragte mich bei jeder solchen Situation, ob die Produzenten die Hörbücher selbst nicht anhören. Auch scheint die Sprechgeschwindigkeit recht hoch. Zunächst dachte ich, der Sprecher wollte dadurch die Spannung steigern, aber zum Schluss war ich mir sicher, dass die Geschwindigkeit nachträglich erhöht wurde. Die Audioproduktion wirkt auf mich an vielen Stellen gehetzt.

Da ich Teil 2 und 3 der Serie noch lesen möchte, werde ich sie von der Blindenhörbücherei ausleihen. Die Qualität der Aufnahmen dort ist zwar sehr unterschiedlich, aber dort hatte meine Freundin das Buch auch her. Es besteht also durchaus Hoffnung, dass diese alternative Produktion angenehmer zu lesen ist.

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